Wieso lerne ich das eigentlich?

Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr im Unterricht sitzt und denkt Wieso lerne ich das eigentlich gerade?″. Diesen Moment hat man spätestens in der 7. Klasse und dann ungefähr jeden zweiten Tag für den Rest deiner schulischen Laufbahn. Vor allem in Mathematik, Physik und Deutsch wird diese Frage immer öfter gestellt. Und dies sorgt dafür, dass wir immer weniger Lust auf die Schule haben.

Diese Einstellung hatte ich auch bis vor Kurzem, bis mir meine Mutter erklärt hat, dass alles was wir in der Schule lernen wichtige Grundlagen sind, um später im Studium und im Leben weiterzukommen. Und ja ich weiß, dass einem, das jeder sagt, aber das war das erste Mal, das mir einer wirklich Beispiele genannt hat. Und leider muss ich zugeben, dass sie recht hatte. Sie hat mir sehr viele Fragen gestellt die auf meinem schulischen Wissen aufbauen und die sie andauernd im Alltag wieder braucht. Zwar muss sie nicht wissen, was ein Binomialkoeffizient ist, aber davon schon mal gehört zu haben ist gutweil falls man es dann doch mal braucht, weiß man wo man suchen muss. Deutsch, Religion, Kunst, Musik und Gemeinschaftskunde sind, dann die Fächer, die dir dabei Helfen sollen Sozial auf einem guten stand zu seinen und in ein Museum zu gehen können und nicht komplett ratlos vor einem Bild zu stehen. In Deutsch habe ich gelernt auch zwischen denn Zeilen zu Lesen und in Religion lernst du eine andere Aspekt der Geschichte. Alles Sachen die dir Helfen in Konversationen weiterzukommen und Diskussionen zu führen. Eine Freundin von mir und ich kommen durch den Unterricht auch immer wieder auf philosophische Gespräche. Zum Beispiel beschäftigen wir uns mit dem Glauben. Woran Glauben die Menschen und wieso? Was bedeutet Gott für uns? Kann der Glauben Meinungen und Handlungen bekräftigen? Und so weiter. Im Grunde Bauen wir auf den Unterricht auf das was Jeder in späteren Ausbildungen auch machen wird. Und je besser diese Grundlagen sind, desto einfacher wird es darauf Aufzubauen.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist es unsere eigene Einstellung, die uns in der Schule die Noten versauen. Wenn du dir klar machst, dass das was du lernst, wichtig ist und du dann auch noch in den meisten Fächern Spaß und Lust hast etwas zu Lernen, fällt es dir auch einfachere dir den Stoff zu merken (den Spaß Faktor kannst du zwar nur bedingt beeinflussen, aber ich garantiere dir, das Lernen auch Spaß machen kann, man muss nur die richtige Methode finden).

Hier sind ein paar Fragen, die meine Mutter mir gestellt hat:

Warum löst Essig Kalk?

Warum soll man nicht so heiß Duschen?

Warum muss ich regelmäßig trinken?

Wieso dehne ich eine Sehne beim Sport?

Wann muss ich auf die Bremse treten, um keinen Unfall zu verursachen?

Warum beschlägt der Spiegel im Bad nicht, wenn ich ihn vorher Seife poliert habe?

Wie muss ein Spiegel geformt sein damit ich dünner aussehe?

Was genau meint der Autor jetzt?

Ist sie nun verliebt oder nicht?

Wieso ist es bei uns Kälter als am Äquator?

Wenn man Kosmetik benutzt muss man wissen, ob man eine Öl in Wasser- oder eine Wasser in Öl Emulsion für seine Haut benötigt.

Beim Einkaufen ist Mathematik natürlich super wichtig. Zum Beispiel um Prozente zu errechnen oder beim Möbel kaufen damit, das am Ende auch alles in die Wohnung passt. Das ganze geht zwar jetzt eher in die Naturwissenschaften ein, aber auch alle anderen Fächer sind Wichtig.

Mich hat das ganze an meine Kindheit erinnert. Die Lieblingsfragen kleiner Kinder sind, wieso und warum. Damals waren wir noch so neugierig und wir haben uns eigentlich immer auf die Schule gefreut. Wir wollten etwas neues Lernen. Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Menschen ist die Neugier. Versucht sie nicht zu verlieren.

 

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